Sehr viele Hände in einer Hansestadt
von Jasper Gaude
Interview-Artikel mit Katharina Müller aus der Zeitschrift DAS BAND.
Katharina Müller ist Mitglied des bvkm-Vorstands und Vorsitzende der Bundesvertretung der Clubs und Gruppen im bvkm. Sie arbeitet in der Medienschmiede der Pfennigparade München und beschreibt ihren Berufsweg dorthin.
K. Müller: Nein, hatte ich nicht. Aber Werkstatt war erstmal keine Option. Also bin ich mit meiner Mutter zur Agentur für Arbeit und der Berater fing gleich vom ICP München an. Dort könnte ich ein Berufsvorbereitungsjahr machen und später eine Ausbildung zur Bürokraft. Nach der Ausbildung war ich ein halbes Jahr auf Jobsuche. Leider erfolglos. Durch eine Maßnahme der Agentur für Arbeit bin ich 2012 in die Pfennigparade gekommen. Ich muss dazu sagen, dass das Eigeninitiative war, weil ich das Arbeitslossein satt hatte und einen geregelten Tagesablauf haben wollte.
K. Müller: Als Kind habe ich gesagt: „Ich will Krankenschwester werden, so wie meine Tante“. Natürlich wurde daraus nie etwas. Ich bin stolz, wie alles so ist. Es war ein langer Weg bis zum Ziel.
K. Müller: Seit 2019 arbeite ich in der Medienschmiede. Wir machen Videodreh, Videoschnitt, untertiteln Videos, pflegen Webseiten, erstellen Alternativtexte und schreiben Newsletter und Blog-Artikel. Vorher war ich im Daten-Service.
K. Müller: Ich übernehme die Webseiten-Pflege, das Untertiteln von Videos, Alternativtexte und auch das Schreiben von Blogartikeln.
K. Müller: Ich habe eine Tastatur mit Fingerführung und eine Joystick-Maus.
K. Müller: Am Anfang nicht so richtig, aber mit der Zeit ist es dann gekommen. Und jetzt geht es nicht mehr ohne.
K. Müller: Musste ich nicht. Es werden arbeitsbegleitende Angebote während der Arbeitszeit angeboten.
K. Müller: Im Büro. Ich war nur am Anfang von Corona in der Fernbetreuung. So nennt man das bei uns in der Werkstatt.
K. Müller: Ja, auf der Arbeit stehen uns Pflegekräfte zu Verfügung. Ich brauche kleine Handreichungen und in der Mittagspause Unterstützung beim Essen.
K. Müller: Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Ich würde mir zwar etwas mehr Lohn wünschen, aber wer tut das nicht. An diesem Thema sind die Werkstatträte dran. Aber es dauert, bis wir etwas mehr Lohn bekommen.
K. Müller: Meine Arbeit ist vielfältig und ich fühle mich wohl. Nächstes Jahr werde ich mit einigen meiner Kollegen zum Trainer für digitale Barrierefreiheit ausgebildet. Das wird sicher spannend.
K. Müller: Das sie ihren Weg gehen sollen und sich nicht unterkriegen lassen.
K. Müller: Ich bin neugierig auf das Leben und möchte noch viel erleben.
Katharina Müller ist Mitglied des bvkm-Vorstands und Vorsitzende der Bundesvertretung der Clubs und Gruppen im bvkm. Sie arbeitet in der Medienschmiede des Pfennigparade ChancenWerks.
Das Interview wurde erstmals in der Zeitschrift DAS BAND 3/2024, Zeitschrift des bvkm, veröffentlicht.