Besuch auf dem Christkindlmarkt – Wie barrierefrei ist der Markt auf dem Marienplatz wirklich?
von Jasper Gaude
Als sich am letzten Augustwochenende diesen Jahres der Olympiapark München wieder mal in ein Festivalgelände verwandelt hat, hieß es zum vierten Mal: Das Super Bloom öffnet seine Tore für ca. 50.000 Besucherinnen und Besucher an jedem der beiden Festivaltage. Im Olympiastadion waren zwei der fünf Bühnen aufgebaut. Auf diesen Bühnen sind unter anderem Roy Bianco und die Abrunzatiboys, Alligatoah, Nelly Furtado, Sean Mendez, Montez und Juli nacheinander aufgetreten. Im Stadion haben sich die Besucherinnen und Besucher in der Mitte und auf den Stadionrängen verteilt. Egal von wo: Überall konnte man wunderbar zuhören.
Ich war an beiden Tagen von morgens bis abends dort und habe insgesamt 17 Bands gesehen. Darunter Hozier, Tiësto, Post Malone, Raye, Esther Graf, Aaron, James Hype, Bebe Rexha und viele mehr. Es war beeindruckend, wie abwechslungsreich das Line-up war – von internationalen Superstars bis hin zu spannenden Newcomer:innen war alles dabei.
50 Künstler:innen haben nacheinander ihr Programm zum Besten gegeben. Das Wetter musste natürlich auch mitspielen! Und das hat es. Zwei sehr schöne Spätsommertage haben den Festivalbesucher:innen ein unvergessliches Erlebnis beschert. Musikalisch war das Festival sehr vielfältig: viel Hip Hop, aber auch Pop und Elektro. Mir haben alle Konzerte sehr gut gefallen – manche hätte ich nicht unbedingt hören müssen, aber ich war da und habe sie einfach mitgenommen. Besonders beeindruckt haben mich Roy Bianco und die Abrunzatiboys, deren Show das ganze Stadion zum Tanzen gebracht hat.
Das Super Bloom Festival hatte sich auf die Fahnen geschrieben, besonders inklusiv zu sein. Mit dem Awareness- und dem Inklusionsteam, die in ihren neonpinken und hellgrünen Westen gut zu erkennen waren und über das ganze Festivalgelände verteilt waren, ist es den Veranstalter:innen sehr gut gelungen. Ich bin über nichts gestolpert und das ist doch ein gutes Zeichen. Für mich war das Gelände barrierefrei. Ich war mit einem Freund im Rollstuhl dort unterwegs, und das hat super geklappt. Die Wege waren breit und gut befahrbar, die Plattformen an den Bühnen gut erreichbar, und das Personal war sehr aufmerksam und hilfsbereit. So konnten wir das Festival beide richtig genießen.
Über das Gelände verteilt gab es viele verschiedene Essensstände – asiatisch, italienisch, Burger, aber auch vegetarische und vegane Optionen. Um sicherzugehen, dass ich etwas essen kann, was ich gut handhaben kann, habe ich mir zwar etwas mitgebracht, aber das Angebot war wirklich riesig. Es roch überall nach leckerem Essen, und viele Besucher:innen haben sich einfach quer durchprobiert.
Für mich war das Superbloom ein ganz besonderes Erlebnis – auch, weil es mein erstes großes Festival war. Ich gehe oft und gerne auf Konzerte, war aber noch nie bei einem Festival.
Es hat mir so gut gefallen, dass ich plane, nächstes Jahr wieder aufs Superbloom Festival zu gehen. Die Kombination aus Musik, Organisation, Inklusion und sommerlicher Stimmung hat einfach gestimmt. Es war bunt, laut, herzlich und unvergesslich – genau so, wie ein Festival sein sollte.