Die beste Reise unseres Lebens! 

Falk und Kathi an der Ostsee auf Koserow in Usedom. 

Zeiten ändern sich. Es ist immer wichtig, etwas Neues herauszufinden und es auszuprobieren. Wir haben es gewagt und waren endlich zum ersten Mal ohne unsere Familie im Urlaub. 

Doch bevor es so weit war, lernten wir erst einmal den Reiseveranstalter kennen: 
Beim Mittagessen im Winter saß ich in der Kantine und unterhielt mich mit meinem Kollegen, der mir gegenübersaß. Ich fragte ihn: „Was machst du denn im Urlaub?“ 
Er antwortete: „Ja, ich fahre weg mit YAT-Reisen.“ 
Ich erwiderte: „Was für eine Yacht?“ 
Er lachte und sagte: „Nein, da reist du in der Gruppe, höchstens zehn Leute. Guck mal auf die Webseite.“ 

Das erzählte ich Kathi, und wir schauten uns die Webseite an. Also suchten wir uns eine Reise heraus. Meine Eltern hatten mich mit ihren Ostseereisen aus der DDR-Zeit geprägt. Kathi war noch nie an der Ostsee gewesen. 

Wir entdeckten eine Reise nach Koserow. Als Erstes musste man einen Telefontermin vereinbaren, bei dem die wichtigsten Fragen geklärt wurden: Wie viel Hilfe brauchst du? Was für eine Behinderung hast du? Wo liegen deine Interessen? Waren diese Fragen besprochen, bekam man vom Reiseveranstalter ein Angebot zugeschickt. Als nächster Schritt folgte ein Videotelefonat, bei dem sich der Helfer oder die Helferin vorstellte. 

Endlich, Mitte Mai, ging es los – die Reise, zwölf Stunden mit dem Zug nach Koserow. Ja, das war lang, aber es hat sich gelohnt. 

Die Reisegruppe war bunt gemischt, viele in unserem Alter, einige auch so jung geblieben wie wir. 
Die Helfergruppe bestand aus Schülern und Studenten. Sie kamen aus ganz Deutschland. Der Reiseveranstalter YAT-Reisen hatte Kurse angeboten, in denen sie in den Tätigkeiten der Pflege und Assistenz einige Kenntnisse erlangen konnten. 

Die Atmosphäre auf der Reise war unberührt und locker-leicht. Das konnten wir nicht anders sagen – wir hatten einfach den richtigen Draht zueinander. 

Der Reiseveranstalter hatte zwei Sprinter-Busse dabei, mit elektrischer Rampe, Verzurrmöglichkeiten und genügend Sitzplätzen. Also alles gesichert für einen guten Tagesausflug. Das Hotel bot Lunchpakete an – die waren nicht besonders empfehlenswert, eine ganz schöne Lebensmittelverschwendung. 

Jetzt wollten wir noch etwas über die Ausflüge erzählen. 
Jeden Abend besprach sich das Helferteam über die Tagesgestaltung. 
Am Morgen beim Frühstück wurden uns dann durch die Reiseleitung Angebote gemacht, über die wir abstimmten. 

Am ersten Tag waren wir im Museum der Illusionen auf Usedom. Das waren Fotokulissen mit optischen Täuschungen, die durch Lichttricks und manipulierte Perspektiven erzeugt wurden. Eine kleine Zeltstadt auf dem Feld, lauter verrückte Exponate und vieles mehr gab es dort zu entdecken. Da wollen wir nicht zu viel verraten.

Am zweiten Tag waren wir in Swinemünde auf dem polnischen Grenzmarkt. Wir haben einen Rucksack gekauft und lecker gegessen. Es gab Würstchen und Pommes. 

Am dritten Tag besuchten wir eine Alpakafarm. Dort stand das Tierwohl an erster Stelle. Uns wurde dort über die Verarbeitung von Seife und Wolle erzählt. Mit viel Mühe war eine kleine Alpaka-Wanderung durch das sandige Gelände möglich. 

Am vierten Tag besuchten wir einen Baumwipfelpfad. Der war barrierefrei von oben bis unten. Man konnte mit dem Rollstuhl bis zum Himmel fahren. 

Am fünften Tag besuchten wir Karls Erlebnis-Dorf. Dort gab es ein Karussell für die Kinder und viele verschiedene Stände mit Leckereien. Wir nahmen uns Marmelade und Tee mit. Vor Ort gab es richtig guten Erdbeerkuchen. 

Zum Meer zu gehen war für uns öfter möglich, weil es nur ca. 500 Meter vom Hotel entfernt war. Mit vereinten Kräften war sogar im Sand ein kleiner Spaziergang möglich. Die Assistenten vom Reiseveranstalter haben sich wirklich sehr für uns bemüht. 

Vielleicht war das ja jetzt auch für dich interessant. Eine Kollegin hat uns neulich gefragt, was denn so eine Reise kosten würde. Das hängt von der Menge der Unterstützung ab, die man auf der Reise braucht. Der Veranstalter hat hierfür Kategorien festgelegt. Das heißt: Es gibt einen Fixpreis für die Reise an sich, und dazu kommt dann der Preis für die Unterstützung. Am Ende liegt man bei einer Hausnummer von bis zu 5.000 Euro. Das ist natürlich viel Geld. Der Reiseveranstalter hilft bei Fragen zur Finanzierung gerne weiter. 

Wir können euch so eine Reise nur weiterempfehlen. Informiert euch bei YAT-Reisen: 
https://www.yat-reisen.de/ 

Viele schöne Reiseeindrücke wünschen euch 
Kathi und Falk!